Online Banking

Die Anzahl der Online-Banking User in Deutschland wächst kontinuierlich. Nach Angaben des Branchenverbandes Bitkom nutzen fast 26 Millionen der Deutschen das Internet für ihre Bankgeschäfte. Dies entspricht einer Steigerung von zwei Millionen im Vergleich zum Jahr 2009.

Doch was genau ist eigentlich Online-Banking? Allgemein versteht man darunter die Durchführung von Bankgeschäften mit Hilfe von Computern und Onlinediensten. Dabei kommen zwei unterschiedliche Verfahren zur Anwendung. Die gängigste Methode ist das Internet-Banking über die Website der Bank. Der Kunde muss sich mit seiner Kontonummer und einem Kennwort einloggen. Nun öffnet sich sein persönlicher Bereich und der Anwender kann Transaktionen vornehmen. Die Datenübertragung wird durch das SSL Verschlüsselungsprotokoll abgesichert.

Zudem besteht die Option, zunächst offline Transaktionen vorzubereiten (vergleichbar mit dem Ausfüllen von Überweisungsbelegen). Im Anschluss wird dann mittels eines Online-Banking Programms eine Netzwerkverbindung zur Übertragung der Aufträge hergestellt. Für sämtliche Transaktionen wird eine elektronische Unterschrift benötigt. Auch dies bezüglich gibt es diverse Möglichkeiten: Das verbreitetste Prinzip ist die Verwendung sogenannter „TANs“.

Der Kunde bekommt von seiner Bank per Post eine TAN-Liste übermittelt, welche diverse sechsstellige Transaktionsnummern beinhaltet. Beim einfachen TAN-Verfahren kann der User eine beliebige TAN wählen, um einen Buchungsvorgang zu legitimieren. Diese Technik kommt jedoch aufgrund von Sicherheitslücken kaum noch zur Anwendung. Eine Optimierung dieser Prozedur ist die indizierte TAN. Dabei kann der Teilnehmer seine Transaktion nicht mehr mit irgendeiner TAN aus seiner Liste bestätigen. Stattdessen muss er eine durch eine genau festgelegte Positionsnummer (Index) gekennzeichnete TAN innerhalb weniger Minuten eingeben. Bei beiden Verfahren kann eine TAN nur einmalig zum Einsatz kommen. Rechtzeitig vor dem Verbrauch aller Nummern übersendet die Bank eine neue TAN-Liste.

Darüber hinaus wird auch der Gebrauch von SMS-TAN immer beliebter und wird beispielsweise von der Postbank genutzt. Nachdem der Anwender online seine Überweisung getätigt hat, erhält er von seiner Bank per SMS eine TAN, mit welcher der Buchungsauftrag besiegelt werden muss.

Ferner gibt es weitere Optionen, um eine elektronische Unterschrift zu verifizieren. Dies sind File Transfer and Access Management, Banking Communication Standard oder Electronic Banking Internet Communication Standard. Dieser Verfahren werden jedoch primär bei größeren Unternehmen eingesetzt und werden daher nicht explizit erläutert.

Letztlich muss jeder Kunde für sich selbst abwägen, ob er für die Annehmlichkeiten des Online-Bankings auch die Risiken mit in Kauf nimmt. In der Zwischenzeit ist sogar das Online-Banking per Handy komfortabel möglich.