Der Besitz eines Girokontos stellt in Deutschland eine der wichtigsten Bedingungen dar, um an dem Teil des gesellschaftlichen Lebens teilnehmen zu können, der direkt oder indirekt auf finanziellen Transaktionen basiert. Hierzu zählen auf den ersten Blick so subtile Dinge wie Lohn- und Mietzahlungen, sowie Bargeldverfügungen zur Bestreitung des täglichen Lebens.
All diese Zahlungsvorgänge wären ohne ein Girokonto überhaupt nicht möglich. Aus diesem Grund kommt der Großteil der Banken und Sparkassen der Empfehlung des Zentralen Kreditausschusses (ZKA) nach, und ermöglicht jedem geschäftsfähigen Deutschen die Eröffnung eines Girokontos. Verfügt der Antragsteller nicht über die entsprechende Bonität, wird sein Girokonto ohne Dispo-Rahmen ausgestattet werden. Doch mehr zum Dispo-Rahmen an anderer Stelle.
Obwohl der Besitz eines Girokontos wie gerade beschrieben obligatorisch ist, verlangen die meisten Banken und Sparkassen Kontoführungsgebühren, die je nach Anbieter und Art des Girokontos im Schnitt zwischen 4,90 Euro und 14,90 Euro im Monat betragen können. Mit dem Aufstieg der Direktbanken kamen jedoch auch immer mehr Anbieter auf den Markt, die für ihr Girokonto keine Kontoführungsgebühren erheben. Dafür weisen Direktbanken aber auch kein Filialnetz auf, was den Kunden den persönlichen Kontakt zu ihrem Bankberater überhaupt erst ermöglicht.
Bei der Entscheidung hinsichtlich des richtigen Anbieters müssen sich Verbraucher daher über ihre Ansprüche und Anforderungen bezüglich ihres Girokontos bewusst werden. Nachdem sich der Verbraucher über seine Ansprüche im Klaren geworden ist, kann er oder sie sich auf die gezielte Suche nach dem für ihn oder sie persönlich günstigsten Girokonto machen.
Nun zum bereits weiter oben angekündigten Dispo-Rahmen. Als Abrufkredit bietet der Dispo-Kredit dem Inhaber des Girokontos die wundervolle Möglichkeit, kurzfristige Engpässe finanzieller Natur überbrücken zu können. Der Kreditrahmen kann je nach Bonität des Kontoinhabers im Schnitt bis zu 3 Nettomonatslöhnen betragen. Zinsen fallen nur für tatsächlich in Anspruch genommene Beträge an, die mit einem Satz von bis 15 % effektivem Jahreszins derart ungünstig hoch sind, dass sich der Dispo-Kredit ausschließlich zur bereits beschriebenen Überbrückung finanzieller Engpässe eignet.
Besitzer eines Girokontos erhalten meist automatisch eine Geldkarte, deren Besitz und Nutzung (zumindest innerhalb von Deutschland) in aller Regel kostenlos ist. Zudem haben Kontoinhaber die Möglichkeit, Besitzer einer Kreditkarte zu werden. Diese ist in der Regel jedoch nicht kostenlos.