Ein Dispokredit ist ein Abrufkredit, der in Deutschland seit den späten 1960er Jahren den Besitzern von Girokonten eingeräumt wird, sofern diese eine entsprechende Bonität vorweisen können. Im Fall des Dispokredits wird die Bonität an Hand der Historie des Girokontos ermittelt. Um überhaupt in den Genuss eines Dispokredits kommen zu können, bedarf es demnach eines Girokontos, ohne das geschäftsfähige Menschen in Deutschland keine Chance haben, am gesellschaftlichen Alltag teilnehmen zu können.
Der Zweck eines Dispokredits besteht in erster Linie darin, dem Inhaber des Girokontos die Möglichkeit einzuräumen, kurzfristige Engpässe finanzieller Natur überbrücken zu können, so dass ein Umschulden vorerst nicht nötig ist. Die Einräumung des Kreditrahmens erfolgt meist kostenlos und auch automatisch, während für in Anspruch genommene Beträge Zinsen fällig werden. Die Zinsen werden taggenau abgerechnet und in der Regel dem Girokonto quartalsweise belastet. Die Höhe der Sollzinsen ist variabel und richtet sich in erster Linie an den allgemeinen marktüblichen Sollzinsen.
Mit einem effektiven Jahreszins von derzeit durchschnittlich 10 % bis 13 % zählt der Dispokredit zu den teuersten Krediten überhaupt in Deutschland. Für in Anspruch genommene Beträge, die über den eingeräumten Disporahmen hinausgehen, werden Überziehungszinsen fällig, die mit bis zu einem effektiven Jahreszins von bis zu 15 % noch höher als die normalen Sollzinsen liegen. Die wahrlich unattraktiv hohen Sollzinsen sind der Hauptgrund dafür, warum sich Dispokredite allein für die Überbrückung kurzfristiger finanzieller Engpässe eignen. Benötigt der Kontoinhaber längerfristige und höhervolumige Kredite, bietet sich die Beantragung eines Ratenkredits an, da dieser mit deutlich attraktiveren Konditionen aufwarten kann. Mit einem Kreditvergleich können die Zinssätze bei einem Ratenkredit vorab unverbindlich verglichen werden.
Die Rückführung bzw. Glattstellung des Dispokredits ist in der Regel an keine bestimmten Bedingungen wie Laufzeit, Ratenhöhe und Ähnliches geknüpft. Der Dispokredit wird meist direkt mit den Zahlungseingängen auf das Girokonto verrechnet.
Bis zu welcher Höhe sich Kreditinstitute bereit erklären, einen Disporahmen zu gewähren, hängt in erster Linie vom Kreditinstitut selbst, aber auch von der Bonität des Kontoinhabers ab. Im Schnitt richten Kreditinstitute Dispokreditrahmen bis zu einer Höhe von etwa 3 Nettomonatslöhnen ein. Einen Ratenkredit erhalten Sie sicherlich bei Easycredit Ratenkredit.
Wie bei jedem Finanzprodukt, gilt es auch beim Dispokredit im Vorfeld einer konkreten Vertragsunterzeichnung (hier für das Girokonto), verschiedene Angebote einzuholen und miteinander miteinander zu vergleichen, da die Konditionen von Bank zu Bank sehr unterschiedlich ausfallen können.